Schlagwort: Lund

Langes Wochenende in Kanada

Family Day

In British Columbia wird am dritten Montag im Februar der Family Day begangen. Der Family Day ist ein relativ junger »Feiertag«. Erstmals wurde im Jahr 1994 vorgeschlagen, diesen Tag auch in BC einzuführen. Die entsprechende Vorlage scheiterte jedoch im Parlament. Im Mai 2012 wurde dann beschlossen und bekannt gegeben, dass ab dem Jahr 2013 der Family Day je am zweiten Montag im Februar eines jeden Jahres begangen würde. 2018 wurde der Family Day in BC vom zweiten auf den dritten Montag verschoben, da andere Provinzen und Territorien diesen auch am dritten Montag begehen. Übrigens wird dieser Tag nicht in allen Provinzen und Territorien als Family Day bezeichnet. Manitoba zelebriert an diesem Tag den Louis Riel Day, Nova Scotia den Nova Scotia Heritage Day und Prince Edward Island den Islander Day.

Wie auch immer, wir haben am Montag frei. Und da bietet es sich natürlich an, auch den Freitag weitgehend arbeitsfrei zu gestalten und sich daher schon am Donnerstagabend auf den Weg nach Lund zu machen.

BC Ferries

BC Ferries bietet zu diesem Zweck ja glücklicherweise eine Dienstleistung an, auf die man sich im Grunde genommen in fast jedem Fall nicht verlassen kann. Na ja, ganz so schlimm ist es nun auch nicht. Wenn man eine Reservierung für eine der Fähren hat, dann hat man durchaus auch eine Chance, diese zu bekommen. Wenn sie denn nicht gerade ausfällt, weil beispielsweise zu wenig Personal da ist, oder sie verspätet ankommt.

Ausfall und Verspätung in Horseshoe Bay sind gleichermaßen suboptimal. Um an die Upper Sunshine Coast zu gelangen, bedarf es zweier Fähren: Horseshoe Bay nach Langdale und Earls Cove nach Saltery Bay. Zwischen Langdale und Earls Cove liegen knapp 1,5 Stunden kurvenreicher Highway 101. Bei Verspätung der ersten Fähre wird diese Strecke auch mal innerhalb einer Stunde runtergerissen, was zu massiven Übelkeitsmomenten auf der Beifahrerseite beitragen kann.

Highway 101

Nachdem sich der Puls, der zuvor wegen des potenziellen Ausfalls und der faktischen Verspätung beinahe zu fliegen lernte, während der ersten Fährüberfahrt schon etwas beruhigen konnte, schnellt die Herzrate trotz schwindender Entfernung in ungeahnte Höhen, wenn die vorausfahrenden Fahrzeuge (vornehmlich überteuerte SUVs mit jeder Menge optionaler intelligenter Fahrassistenzsystemen, aber inkompetentem Fahrpersonal in der super simplen Standardausstattung) aufgrund sanft zu Boden taumelnder Schneeflocken plötzlich nur noch 50 statt der erlaubten 80 km/h fahren, man selbst nicht die Möglichkeit zum Überholen hat, die Fährstation laut Navi noch knapp 20 Minuten entfernt ist, die Abfahrtszeit der Fähre hingegen für in 15 Minuten geplant ist, einem irgendwann klar wird, dass dieses traurige Häufchen Altmetall vor einem im Grunde genommen auch nur noch zur Fähre fahren kann, weil es vorher keine anderen Abzweige mehr gibt, und die Schmerzen in den Fingern vom Sich-vor-Wut-in-der-Armlehne-Festkrallen schneller in die Oberarme wandern, als die Schnarchnase vor einem ihre Karre fortbewegt.

Hach, da habe ich doch ein wenig die Kontinent … Kontinenz … Container … was auch immer … verloren. Am Ende wurde aber alles gut, denn – man glaubt es kaum – wir rollen, ohne an der Anlegestelle stoppen und warten zu müssen, direkt auf die Fähre. Schnarchnase vor uns steigt dann auch noch triumphierend aus dem Auto und jubelt. Ich wische mir den letzten Zeugen der aufgestiegenen Übelkeit aus dem Mundwinkel und murmele: “Naja, an dir lag’s nicht du Eule!” Zum Glück kann hier niemand Deutsch.



Gewerke

Zurück zur Cabin! Bisher haben wir alles an und in der Cabin mit unseren eigenen vier Händen gebaut – mit Ausnahme der Betonpfeiler, auf denen die Hütte steht. Die hat Muffin-Jim in den Boden gerammt. Woran wir uns auch – also neben den Betonpfeilern – nicht eigenhändig wagen, sind Elektrik und Sanitär. Zum Glück haben wir sowohl einen Elektriker als auch einen Sanitärfachmann als Beinahe-Nachbarn. Nach anfänglichen Kommunikationsproblemen aufgrund falscher Telefonnummern konsultieren wir die beiden Kollegen, und schneller, als man denkt, haben wir Strom in der Cabin und Wasserrohre sowie einen Wasseranschluss. Fantastisch.

Elektrik

Damit der Elektriker (Dillon, nicht Dillan!) auch weiß, wo er die einzelnen Steckdosen und Leuchtelemente anbringen soll, haben wir uns noch einmal hingesetzt und einen detaillierten Bauplan mit allen notwendigen Informationen erstellt. Der sieht so aus:

Nicht alle Deckenspots (R) werden übrigens umgesetzt, da wir da offenkundig etwas zu freigebig waren.

Wie man erkennen kann, besteht die Cabin aus drei Bereichen: Badezimmer, Haupthaus und Schlafzimmer. Das wohl schwierigste an der Planung der Elektrik ist, den Flow zu beachten bzw. vorherzusagen. Damit ist gemeint, wie man sich durch den Raum bewegen wird und wo man daher Lichtschalter etc. benötigt. Und mit »wie« ist nicht gemeint, ob man schwebt, rennt oder Rad schlägt, sondern vielmehr, von wo nach wo man geht, welche Bereiche man auf diesem Weg beleuchtet braucht und wo man sie wieder entleuchten will/muss/sollte. Ein Beispiel: Betritt man die Cabin, sollte es einen Lichtschalter geben, der das Licht im Haupthaus anschaltet. Bewegt man sich dann durch das Haupthaus und geht ins Badezimmer, sollte es in der Nähe des Badezimmers eine Möglichkeit geben, das Licht auch wieder auszuschalten. Klingt logisch, oder? Ist es im Grunde auch. Das Ganze muss aber gut überlegt sein, da man (wir) nicht unnötig viele Lichtschalter haben will (wollen).

Sanitär

Auch bei allen Fragen rund ums Abwasser haben wir tatkräftige Unterstützung. Wir hatten schon lange versucht, einen Klempner zu finden, der uns dabei helfen wurde, das Abwasser aus der Cabin hinaus und vorab Frischwasser hinein zu befördern. Al wurde uns von mehreren Seiten wärmsten ans Herz gelegt, weshalb wir auch mehrfach versucht haben, ihn telefonisch und per Nachricht zu kontaktieren. Erfolglos. Erst als wir uns mit unserem Elektriker darüber austauschen, dass Al auf unsere Nachrichten leider nicht antworte, kam heraus, dass wir nicht dessen Mobilfunknummer, sondern seine Festnetznummer hatten. Die ist am Tag natürlich nicht besetzt, weil er da meist unterwegs ist, und auf ihr kommen auch Textnachrichten faktisch nicht an. Mysterium gelöst und Klempner gefunden.

Nachdem wir also dank Dillon erfolgreich Kontakt zum Klempner aufnehmen konnten, trafen wir uns prompt kurz darauf vor Ort mit Al. Da besprechen wir alles, was besprochen werden muss, und schwuppdiwupp erhalten wir wenige Tage später die Info, dass dies und jenes bereits erledigt sei. So macht das doch Spaß. Wie man im Plan oben sehen kann, wird das Badezimmer mit einer Dusche, einem WC, einem Wassertank und einem Waschmaschinenanschluss ausgestattet. Bei der Toilette haben wir uns übrigens kurzerhand für eine Composting Toilet entschieden. So sparen wir uns die Ausgabe für den Bau einer Sickergrube, die mit spektakulären 30’000 CAD zu Buche schlagen würde, da wir die Toilette an die bestehende Abwasservorrichtung anschließen können.

Aktueller Stand

Als wir Mitte Februar die Baustelle betreten, finden wir demzufolge nicht nur einen Sicherungskasten und mehrere Steckdosen vor, sondern auch Zu- und Abwasserrohre. Das Klo wurde übrigens vom Hersteller auch bereits geliefert. Es bekam eine zeitweise Unterkunft in der Garage von unserer sehr guten Freundin Sabine, die dem Vorschlag ihres Bruders widerstand, einen Testschiss vorzunehmen (Pardon my French!). Danke dafür. Und Danke für alles andere auch!

Der Sicherungskasten ist verbunden mit dem bereits auf dem Grundstück vorhandenen Stromkabel, das Rico im Schweiße seines Angesichts ausgebuddelt hatte.
Noch sind wir uns nicht sicher, wieso hier zwei Anschlüsse sind, aber das kriegen wir auch noch raus.
Die ersten Steckdosen in der Küche sind eingebaut. So haben wir endlich Strom in der Hütte und können uns den Verlängerungskabelsalat sparen.
Im Bad ist bereits das Rohr für den Waschtisch eingebaut.
Falls jemand daran interessiert ist, was diese Composting Toilet denn bitte sehr ist.




Dachdeckerarbeiten?!

Was wir uns ursprünglich für dieses lange Wochenende vorgenommen hatten, war nichts weniger, als die ersten Bereiche des Dachs zu decken. Nach langem Hin und Her haben wir uns schließlich für Dachschindeln entschieden. Diese holen wir am Freitag beim Baustoffhandel Valley ab. Dazu mieten wir einen 10 Fuß langen Transporter von U-Haul. Da Rico arbeiten muss, hole ich den ganzen Spaß ab. An der Kasse fragt die stets auf Unnahbarkeit und grimmiges Gucken gepolte Verkäuferin: »Und das alles nimmst du mit? Was für ein Auto hast du denn?« Leicht verunsichert deute ich auf den Transporter vor der Tür und frage, ob das denn ein Problem darstellen könnte? Sie zuckt mit den Schultern, grunzt ein »Sind halt knapp 3000 Pfund«, und lässt mich mit dieser wenig hilfreichen Aussage stehen.

Wie sich bald herausstellen sollte, waren die 1,5 Tonnen Schindeln keineswegs das Problem. Vielmehr sperrten sich die 16 Fuß langen Holzbalken davor, in den 10 Fuß langen Transporter zu passen. Doch auch dafür findet Rico eine Lösung und so stapeln sich auf unserem Grundstück bald die Pakete mit schwarzen Schindeln, neuer wasserfester Dachmembran und mehrere 16 Fuß lange Holzbalken, die unsere Traufen und Ortgänge bilden werden.

Plan A

Am Samstag soll es losgehen mit dem Dach vom Badezimmer. Dazu muss die alte Membran erst einmal ab. Wieso? Nun ja. Wir hatten ursprünglich mit einem Metalldach gerechnet. Die von uns verbaute blaue, wasserfeste Membran ist für ein solches ausgelegt. Da wir nun aus Gründen auf Schindeln umschwingen und für Schindeln bei den flachen Dächern eine selbstklebende wasserfeste Membran statt einer getackerten vorgeschrieben ist, müssen wir die Membran austauschen. Die selbstklebende, wasserfeste Membran muss/darf/will/sollte bei Temperaturen über 5 Grad und auf trockenem Untergrund aufgebracht werden. Mitte Februar sind diese Bedingungen in unseren Breitengraden eher selten. Zumindest an langen Wochenenden. Genauer gesagt an Samstagen, Sonntagen und Montagvormittagen von langen Wochenenden im Februar im Jahr 2023. Also, genau zu den Zeiten, zu denen wir einsatzbereit wären. Kurzum: Wir haben nichts am Dach gemacht an diesem Wochenende. Lediglich die Traufen und Ortgänge am Badezimmer haben wir angebracht – das sind einige der störrischen 16 Fuß langen Balken.

Plan B

Dach wird also nix. Damit haben wir uns abgefunden. Dann machen wir uns im Inneren des Hauses nützlich. Rico baut die Vorrichtung für die Schiebetür zum Schlafzimmer ein. Check. Ich tackere engmaschiges Hasengitter in die Öffnungen zwischen den Dachsparren, damit keine kleinen oder großen Tierchen ihren Weg in die spätere Dachisolierung finden. Check. Gemeinsam bauen wir eine Holzvorrichtung für die Duschwanne, denn die ist etwas schmaler, als das Bad breit ist, und muss daher mit einer Holzkonstruktion eingefasst werden. Check. Außerdem grabe ich einen Graben. Zum einen, weil ich es kann. Zum anderen, weil wir wissen, dass es bereits ein Abwasserrohr gibt. An das wollen wir uns natürlich einfach anschließen und so das Abwasser entsorgen. Doch um sich damit zu verbinden, muss man es eben erst einmal finden. Viele Stunden und drei Graben später, stoße ich endlich auf Plastik. Das weiße Rohr ist gefunden und kann bei besserem Wetter komplett ausgebuddelt werden. Das wird dann vermutlich im April sein, denn da sind wir wieder am Start.

Der Graben von Lund.
Das Abwasserrohr ist am oberen Ende des Grabens zu sehen. Es ist weiss.
Und hier noch ein von Kontext befreites Bild vom Sonnenuntergang in Powell River.



Cabin Playlist

Musik ist Gefühl. Musik birgt Erinnerungen. Während des Baus unserer Cabin and der Upper Sunshine Coast lief diese Playlist hoch und runter.
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  • Das Dach – Holzkonstruktion

    Das Dach – Holzkonstruktion

    Viele Wege führen aufs Dach

    Ich möchte direkt vorwegschicken, dass die Bauweise von Dächern hier in British Columbia und somit die in diesem Beitrag vorgestellte Art und Weise ein Dach zu decken von der Dachbauweise anderenorts abweichen kann. Wir orientieren uns beim Dachbau an dem Vorgehen, das uns lokale Fachleute mitgeteilt haben und auch an dem, was in den allgemeinen Bauvorschriften der Provinz (BC Building Code) festgelegt ist.

    Zwei Optionen zum Bau einer Unterkonstruktion

    Die Rafter (Sparren) sind eingebaut und damit steht das Gerüst für den weiteren Dachbau. Offenbar scheiden sich die Geister, wie ab hier weiter vorgegangen werden sollte. Einig ist man sich über die notwendigen Komponenten: eine Konstruktion aus horizontalen und vertikalen Holzlatten (Holzkonstruktion), wasserfeste Folie und Holzplatten. Der Streitpunkt ist nun der, ob die Holzplatten unter oder auf die Holzkonstruktion kommen und damit, ob das eigentliche Dach auf den Holzplatten oder auf der Holzkonstruktion befestigt wird. Was richtig ist? Keine Ahnung. Wir können euch nur sagen, wie wir es gemacht haben und wieso. Damit ihr aber versteht, welche Optionen wir haben, seien beide kurz genannt:

    Die einen sagen, es kommen zuerst die Holzplatten und die wasserfeste Folie auf die Rafter, darauf kommt dann eine Holzkonstruktion aus vertikalen und horizontalen Holzlatten, die zu guter Letzt das eigentliche Dach trägt, aus welchem Material auch immer das gefertigt ist.
    Die anderen sagen, es kommt zuerst eine Holzkonstruktion aus horizontalen Holzlatten auf die Rafter, darauf kommen dann die Holzplatten und die wasserfeste Folie und zu guter Letzt das eigentliche Dach, aus welchem Material auch immer das gefertigt ist.

    Unsere Unterkonstruktion

    Der BC Building Code schreibt vor, dass in unserem Dach zwischen der Oberkante der Dachisolierung und der Unterseite der Holzplatten, die das Dach tragen, Luft zirkulieren kann. Zirkulieren heißt in diesem Zusammenhang, dass die Luft von der Unterseite des Dachs – also dem unteren Ende der Rafter-Nasen – bis zum Dachfirst fließen kann. Das sorgt zum einen für eine gute Feuchtigkeitsabfuhr und reguliert wohl zum anderen die Temperatur recht gut. Unsere Rafter sind 10 Zoll dick. Die Isolierung für das Dach ist in Summe genau 9 Zoll dick. Also müssen wir auf Variante zwei gehen: die Holzkonstruktion direkt auf die Rafter und dann mit Holzplatten abdecken. Nur so erlauben wir den vorgeschriebenen Platz für die Luftzufuhr.

    Das bedeutet nun abermals, minimale Neuplanung, da der Originalplan nach Option eins geplant ist. Entsprechend sind auch die Materialien bestellt und geliefert. Aber das ist kein Problem, da wir auch mit Option zwei alle Latten nutzen können. Allerdings reichen die nicht aus, weshalb wir noch ein paar wenige nachkaufen müssen. Doch auch das ist für unseren MINI kein Hindernis.




    Holzkonstruktion – Strapping

    Rafter sind vertikal verlaufende Balken, die im Abstand von 24 Zoll zueinander stehen. Auf diese kommt nun die besagte Holzkonstruktion. In unserem Fall besteht diese aus übereinandergelegten und miteinander vernagelten 1×4-Holzlatten. Wieso 1×4? Weil die für den Bau nach Option eins sowieso gebraucht wurden und wir die nun einfach anderweitig verwenden. Schlau, wah!

    Da wir versuchen wollen, so wenig Abfall wie nur möglich zu produzieren, verbringen wir sehr viel Zeit damit, genau zu berechnen und zu planen, auf welche Länge wir die Latten schneiden müssen. Aber das gehört einfach dazu, zumal die Preise für Holz mal wieder enorm angestiegen sind und man ja nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig agieren will.

    Je zwei 1×4-Holzlatten ergeben in Summe die gleiche Dicke wie ein 2×4-Balken.
    Im direkten Vergleich sieht man die bereits installierten horizontalen Latten unten und die noch jungfräulichen Rafter oben.
    1×4-Holzlatten werden horizontal auf die Rafter genagelt und ergeben so eine sehr stabile Konstruktion.
    Von etwas weiter entfernt sieht das dann so aus wie ein riesiges Tic-Tac-Toe-Feld.




    Holzplatten – Sheating

    Auf dem zukünftigen Schlafzimmer haben wir die Holzlatten schon fertiggestellt und dort auch schon den nächsten Arbeitsgang begonnen: die Holzplatten. Das zum einen, damit wir uns erstmal am nicht so steilen Dach ausprobieren können und zum anderen, damit wir eine Ablagefläche für die Holzlatten und restlichen Holzplatten haben. Die Holzplatten werden nun wiederum einfach nur auf die horizontal verlegten Holzlatten genagelt. Von unten sieht das dann so aus:

    Das Schlafzimmer mit fertigem Dachstuhl
    Am Übergang vom Haupthaus zum Schlafzimmer treffen zwei Dachschrägen aufeinander. Noch kann man hier durchschauen.

    So eine Holzplatte misst übrigens 4 × 8 Fuß, ist ziemlich schwer und ungemein unhandlich. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass die Umlagerung der Holzplatten mit jeder Menge Schweiß und stellenweise auch Flüchen vonstatten ging – bei knapp 30 Grad. Aber ohne Fleiß gibts keinen Preis, die Platten müssen aufs Dach. Immerhin kommt irgendwann der Regen. Das ist übrigens auch unser Ziel für dieses Jahr. Wir wollen die Cabin weitestgehend wetterfest machen, bevor der Winter kommt. Und winterfest bedeutet eben, dass ein Deckel auf der Holzbox ist, damit kein Wasser mehr reinlaufen kann. Wie schon beim Bau der Außenwände ist übrigens auch der Bau der Holzkonstruktion und das Aufbringen der Holzplanken sehr befriedigend, da man sehr schnell Fortschritte sieht.

    Frontansicht . Die Holzbox bekommt so langsam einen Deckel
    Links: Dach ohne Holzkonstruktion. Rechts: Dach mit Holzkonstruktion.
    Die roten Streifen sind Tuck Tape. Damit werden die Nahtstellen zwischen den Platten überklebt, damit kein Wasser reinlaufen kann.
    Das große Quadrat im Dach markiert übrigens die Stelle, an der ein Dachfenster eingebaut wird.
    Dachfenster kommen auf beiden Seiten direkt gegenüber voneinander ins Dach




    Wasserfeste Folie bzw. Membran

    Holz hat ja die unangenehme Eigenheit, dass es nicht ganz dicht ist. Da haben wir was gemein. Damit die fehlende Dichtigkeit der Holzplatten nun nicht zu einer permanenten und ungewollten Befeuchtung des Innenraums führt, gibt es da was. Eine wasserdichte Folie oder Membran, die man auf den Holzplatten festtackert. Dafür wiederum gibt es einen überdimensionalen Tacker, wie ihn Beamte aus ihren (Alb-)Träumen kennen. Statt der wasserfesten Membran kann man wohl auch einfach Teerpappe verwenden und die auf die Holzplatten nagen. Wir sind aber fancy und entscheiden uns for the good stuff in Blau.

    Die wind-, wasser-, schnee-, hagel-, sturm-, tornado- und sonstnochalles-sichere Membran ist super einfach verarbeitet. Verlegt wird das Zeugs von unten nach oben, da man so die Überlappungen automatisch richtig herum hat. Da Wasser ja die berauschende Eigenschaft hat, von oben nach unten zu fließen, sollte man sicherstellen, dass eben selbiger Weg entlang der Dachoberfläche gut versiegelt ist. Man legt also eine Reihe der Membran auf, tackert das blaue Band fest und legt dann die nächste Reihe mit einem vorgegebenen Überstand obendrauf. Dabei tackert man dann die untere Bahn nochmals mit fest und sichert so, dass Wasser korrekt auf die untere Plane abfließt und nicht in eine eventuelle Ritze.

    Die Membran auf dem Schlafzimmerdach, hier haben wir noch das Tuck Tape zum Versiegeln der Überstände verwendet. Da es aber auf der Membran nicht klebt, haben wir fortan drauf verzichtet.
    Die wetterfeste Membran wird mit Überlappung befestigt, damit kein Wasser durchkommt.

    So ein Spitzdach hat bekanntlich zwei Seiten. Da, wo diese beiden Seiten aufeinandertreffen, bleibt ein Loch. Und das Loch ist gewollt, damit die Luft zirkulieren kann – wir erinnern uns? Wenn das Dach dann irgendwann fertig gedeckt sein wird, wird dieser offene Steifen mit einer sogenannten Ridge Cap versehen sein, die das Wasser an die Seiten ableitet. Bis es aber so weit ist, muss auch der Spalt mit der Membran zu getackert werden. Eine abenteuerliche, anstrengende und zugleich ermüdende Angelegenheit. Doch alle Arbeit ist der Muhe wert, wenn man sich mit einer Tasse Kaffee hinsetzen und ein wenig stolz vor sich hin murmeln kann: Das haben wir ganz allein gebaut.

    Die Ridge Cap muss auch vor Wasser geschützt werden, also schwinge ich meinen Leib aufs Dach und tackere die Membran fest.
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  • Das Dach – Dachstuhl

    Das Dach – Dachstuhl

    Dach über dem Haupthaus

    Nun ist es also Zeit, das Dach anzugehen. Die korrekte und auch nachvollziehbare Reihenfolge beim Bau einer Cabin ist die, dass man zuerst das Dach abdichtet, bevor man sich anschließend um die Wände kümmert und dann erst die Fenster einbaut. Nachvollziehbar ist diese Reihenfolge deswegen, weil man ja auch keine Holzbox ohne Deckel baut, in die Wasser laufen lässt und sich anschließend wundert, dass das Wasser drinnen bleibt und nirgendwo hinkann. Also hat das Dach Prio Nummer eins. Und das bedeutet: Rafter bauen.

    Rafter sind jene Holzbalken, die vom Dachbalken ganz oben in der Mitte bis zur Oberkante der Außenwände verlaufen. Genau wie Floor Joists oder Studs werden auch Rafter parallel zueinander verbaut, in einem Abstand von maximal 24 Zoll zueinander. Nur so ist sichergestellt, dass die Last vom Dach korrekt an die Außenwände und von denen in das Fundament abgeleitet wird.

    Rafter vorbereiten

    Unsere Rafter haben eine Länge von knapp 12 Fuß inklusive Nase. Nase? Dazu komme ich gleich. Zunächst einmal sei gesagt, dass wir 12 Fuß lange 2×10-Holzbalken verwenden, die wir alle in Form schneiden müssen. So ein Holzbalken zeichnet sich ja in erster Linie durch seine Rechteckigkeit aus. So ein Rafter hingegen wird zum einen am Dachbalken festgenagelt – das bedeutet, die obere Seite des Rafters trifft auf den Dachbalken in einem bestimmten Winkel. Den müssen wir also berechnen, anzeichnen und dann den Balken sägen. Zum anderen steht das untere Ende des Rafters zur Hälfte auf dem Header-Beam und geht zur anderen Hälfte über ihn hinaus. So wie der Dachbalken rechts und links vom Haus je einen Fuß rausguckt, bilden auch die Rafter einen Überhang von einem Fuß. Dieser Überhang ist die oben erwähnte Nase. Auch die müssen wir genau berechnen, anzeichnen und schließlich sägen. Wie so eine Nase in Action aussieht, erkennt ihr auf den Bildern.

    Der Überhang vom Dachbalken und die Nasen von den Raftern kann man hier gut erkennen.
    30 Balken mussten allein für das Haupthaus genau berechnet und angezeichnet werden. Auf Balken 9M sieht man die angezeichneten Sägekanten für die Nase.
    Damit wir am Ende noch durchsehen, haben wir die Balken nummeriert. M steht für „mit Nase“.
    Die Nasen der Rafter. Später werden sie verkleidet und sorgen unter anderem für ausreichende Luftzufuhr ins und Ventilation im Dach.
    Die Oberseite der Rafter liegt am Dachbalken an und wird daher auf eine Schräge geschnitten.

    Rafter anbringen

    Wie so oft beim Bauen ist die Arbeitsvorbereitung der aufwendigste Teil. Einerseits müssen wir die Holzbalken vorbereiten: Auf der einen Seite den Winkel und auf der anderen Seite die Nase anzeichnen und sägen. Andererseits müssen wir sowohl am Dachbalken als auch auf dem Header-Beam anzeichnen, wo diese schweren Teile letztlich hinkommen: Wie auch die Floor Joists und Studs stehen Rafter in einem Abstand von 24 Fuß parallel zueinander. Außerdem müssen wir bedenken, dass wir zwei große Dachfenster einbauen werden, für die wieder ganz andere Regeln gelten. Das frisst alles enorm Zeit, ist aber notwendig, damit wir schließlich einen Balken nach dem anderen anbringen können. Das geht dann auch vergleichsweise schnell und wir sind selbst erstaunt, was das rein optisch schon wieder ausmacht.

    Acht Rafter sind in diesem Bild bereits installiert. Warum die anderen wohl noch nicht eingebaut sind?

    Dach über Schlafzimmer und Bad

    30 Rafter bilden das Dachgerüst vom Haupthaus. Unsere Cabin besteht aber aus Haupthaus, Badezimmer und Schlafzimmer. Also müssen wir auch Schlafzimmer und Badezimmer überdachen. Da die Dachschräge in beiden Fällen eine andere ist als die vom Haupthaus, müssen wir neu rechnen, messen, anzeichnen und letzten Endes auch sägen. Hier folgen wir dem Motto „Es darf gern etwas komplizierter sein.“

    Die Verbindung der beiden Dächer hat uns etwas Kopfzerbrechen bereitet, da wir an dieser Stelle vom Plan abweichen. Im ursprünglichen Plan ist der Raum, den wir als Schlafzimmer nutzen werden, lediglich eine überdachte, aber ansonsten offene Veranda. Wir erweitern diesen Raum nicht nur um zwei Fuß in der Breite, sondern setzen auch sehr große Fenster in die Wände ein. Das macht die Wand ein wenig instabiler, als es im Plan vorgesehen ist. Um die Lastverteilung vom Dach sicherzustellen und sauber zu regeln, bauen wir auch im Schlafzimmer einen Header-Beam ein. Somit ist die Wand um knapp einen Fuß höher als geplant. Das führt dazu, dass das Nicht-Nase-Ende vom Rafter höher in das Dach vom Haupthaus hineinragt und dort irgendwie festgemacht werden muss. Die Lösung: Wir nageln die Rafter vom Schlafzimmerdach an die Rafter vom Haupthaus. Fertig.




    Gauben im Dach – Dormers

    Das eine Bild weiter oben zeigt den Oberbaumeister an der Stelle im Dachstuhl, an der es jetzt so richtig zur Sache gehen wird. Denn da, wo scheinbar die Rafter vergessen wurden, kommt etwas ganz anderes hin: eine Wand. Und zwar die Wand von der Gaube, die unser zukünftiges Büro beherbergen wird – also die Gaube beherbergt, nicht die Wand! Im Englischen heißt das übrigens Dormer und – nun ja – ich bleib auch hier dabei.

    Der Vorgang zum Bau der Dormer-Wand ist nahezu identisch mit dem Vorgang zum Bau der anderen Wände in der unteren Etage. Es wird zunächst der Rahmen aus 2×6-Holzbalken ausgelegt und zusammengenagelt. Dabei wird auch der Raum für das Fenster gelassen. Wie bei den Wänden unten wird auch auf die Wand vom Dormer ein Header-Beam gesetzt. Und schwuppdiwupp steht da in dem bisherigen Loch zwischen den Raftern eine Wand. Natürlich bekommt auch der Dormer ein Dach spendiert. Dazu müssen wir wieder Rafter messen, anzeichnen und sägen. Damit das Ganze am Ende auch ein stimmiges Bild ergibt, erhalten auch die Rafter hier oben eine Nase.

    Die Dormer-Wand. Noch steht sie ganz einsam im Dachstuhl umher.
    Damit auch das Büro nicht mit Wasser volllaufen kann, bekommt der Dormer auch ein Dach. Die Raftern sind installiert, inklusive Nase.
    Der Blick aus dem Dormer-Fenster. Anstatt diese Aussicht nur zweimal am Tag (Aufstehen und Ins-Bett-Gehen) zu genießen, werden wir zukünftig während der Arbeit einfach den Kopf drehen, rausgucken und verzückt seufzen.

    One is fun, but why not two?

    Wenn wir etwas gelernt haben und beherzt in die Tat umsetzen, dann ist es das Abweichen vom ursprünglichen Plan. Laut Designer ist das auch sehr zu begrüßen. Bisher haben wir ja so einiges anders gemacht, als es der Plan vorsieht.

    Wir haben den gesamten Plan komplett gedreht
    Das Badezimmer ist 14 statt 12 Fuß lang
    Aus der überdachten Terrasse machen wir ein vollwertiges und größeres Zimmer
    Das Schlafzimmer verlegen wir in den neu entstandenen Raum und nutzen das Loft als Office

    Da das mit den spontanen Änderungen bisher so wunderbar klappt, lassen wir uns auch beim Dach nicht lumpen. Besser gesagt bei den Gauben. Rico meint eines Nachmittags beim Kaffeetrinken: „In einem von seinen Plänen, hat er auf der anderen Seite auch einen Dormer gebaut.“ Darauf hin stelle ich die Frage, wieso wir das denn nicht auch machen, zumal wir da ja enorm an Platz gewinnen würden im zukünftigen Büro. Was soll ich sagen. Den Rest des Tages verbringen wir damit, einen zweiten Dormer zu bauen. Und so sieht das ganze am Ende des Tages aus.




    Cabin bei Nacht

    Bis am Abend alle Rafter, Dachfenster und Dormer festgenagelt sind, ist es dunkel. Da kommen wir auf die verrückte Idee, ein oder zwei Lampen strategisch in der Cabin zu platzieren und das Ganze einfach mal bei Nacht bzw. in der Dämmerung zu fotografieren. Gleichzeitig gibt uns das die Gelegenheit, Ricos neue Kamera auszuprobieren, aber das nur nebenbei. Was dabei rausgekommen ist, seht ihr in den folgenden Aufnahmen. Und damit entlasse ich uns und euch aus diesem Beitrag und wünsche eine gute Nacht.




    Cabin Playlist

    Musik ist Gefühl. Musik birgt Erinnerungen. Während des Baus unserer Cabin and der Upper Sunshine Coast lief diese Playlist hoch und runter.
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  • Giebelwände und LVL

    Giebelwände und LVL

    Sommer in Lund

    Bevor wir aber mit Berichten vom schweißtreibenden und hirnzermarternden Baufortschritt beginnen, will ich die Zeit nutzen, und euch ein paar Eindrücke von unserer Baustelle im Frühsommer geben. Denn jetzt ist ja bekanntlich die Zeit, wo es blüht und schön ist. Pflanzen haben wir hier eine ganze Menge. Die Vorbesitzer und jetzigen Nachbarn haben kleine Beete angelegt und da hauptsächlich Sträucher und Sukkulenten gepflanzt. Da das Grundstück seit Jahren nicht mehr bewohnt wurde, ist natürlich auch die Gartenpflege liegen geblieben. Schade. Dennoch gab es einige schöne Pflanzen und Blüten zu beobachten. Am Ende gibt es dann auch noch einen Blick vom Loft aus. Das hatten wir ja letztes Mal fertiggestellt.

    Der Blick vom Loft. Warum wir uns wohl dafür entschieden haben, hier das Büro einzurichten und nicht das Schlafzimmer?




    Giebelwände

    Die untere Hälfte der Cabin steht, demnach steht auch die nächste Lieferung Baumaterial an. Das bedeutet, dass sämtliches Material für den Dachstuhl angeliefert wird, mitsamt Dampfsperren, Isolierung und allem Pipapo. Aus diesem Berg von Holz soll also zeitnah ein Dachstuhl entstehen. Und ganz ehrlich, haben wir noch keine richtige Idee, wie wir das angehen sollen. Aber wir scheuen ja bekanntlich keine Herausforderung und gehen es daher an. Oder besser gesagt, geht Rico es an.

    Ein Lastwagen voller Isolierung.
    Aus diesem Haufen Holz wird schon bald ein Dach entstehen.
    Holz war aber auch mit dabei.
    R22 ist der R-Wert der Isolierung, der die Wirksamkeit angibt.

    So eine Giebelwand ist ein riesiges Dreieck. Wir brauchen zwei davon. Rein mathematisch gesehen sind die Dinger ja eine sehr logische Angelegenheit. Man berechnet den Winkel hier und ermittelt die Schenkellänge dort und hat am Ende einen ganzen Tag damit verbracht, alles auf dem Boden auszubreiten und immer wieder festzustellen, dass da irgendwas nicht stimmt. Und sobald man an dem einen Ende einen Balken ausrichtet, passt der andere Balken an der anderen Stelle nicht mehr. In jedem Fall sei gesagt: Die Giebelwand ist die bisher größte Herausforderung, weil sie einfach nicht so will, wie Rico es gern hätte. Ich hab ja sowieso keine Ahnung und von Mathematik und Winkelberechnung erst recht nicht, schlage dann aber vor, es doch einfach mal an einer Stelle zusammenzunageln und dann zu gucken, was passiert. Auf dem Bild unten sieht man, wie das Puzzle aussah.

    Das Puzzle der ersten Giebelwand war nicht so einfach, wie wir uns das gedacht hatten.

    Bekannt sind hier die notwendige Länge des einen langen Balkens in der Mitte – also theoretisch. Auch ist klar, wie lang der Bodenbalken für die Wand (rechts) sein sollte. Und auch ist eigentlich schon klar, wie lang die Balken sein müssten, die den Fensterrahmen bilden. Was ebenso klar ist, sind die Winkel, in denen die flachliegenden fetten Balken auf dem Bodenbalken stehen müssten. Also an sich alles klar, aber in Summe geht das irgendwie nicht auf. Und gerade ist es auch irgendwie nicht … ach, alles doof. Nach viel Rechnerei und Geschiebe und Probiere geben wir es für den Tag auf und wagen uns am kommenden Morgen noch einmal frisch ans Werk. Da sind wir mutiger, nageln einfach hier den einen Balken auf den anderen, hauen dort mit dem Hammer den Rest in Position und machen einfach passend, was nicht passen will. Und so schaffen wir es gemeinsam, das Wunderwerk einer Giebelwand aufzurichten. Die andere Seite geht dann überraschenderweise wesentlich schneller, und so haben wir mit einem mal eine Cabin, die nun schon fast nach Haus aussieht.

    Aber wir haben es gelöst und nun thront die erste Giebelwand.
    Langsam nimmt die Cabin auch Hausform an
    Die ersten Dachsparren sind auch schon dran. Wie man sieht, treffen die sich oben in der Mitte nicht, sondern lassen einen Spalt. In diesen Spalt kommt der Dachbalken (LVL).
    Es ist manchmal auch für uns selbst beeindruckend, was man aus eigener Kraft heraus erschaffen kann.




    LVL – Furnierschichtholz-Firstpfette.

    Giebelwände stehen. Hurra! Allerdings hört der Spaß hier noch lange nicht auf. Denn so ein Dach braucht ja nicht nur zwei Seitenwände, sondern auch einen seeehr großen und seeehr schweren zentralen Dachbalken. In der Fachsprache heißt das offenbar Firstpfette. Ich bleibe hier mal bei Dachbalken, weil ich ungern irgendwelche Buchstaben bei dem Wort vergessen will. Der Dachbalken spannt von Giebelwand zu Giebelwand. Im Englischen wird dieser schwerfällige Kollos einfach nur LVL genannt, im Deutschen hingegen trägt er den schönen Namen Balken aus Furnierschichtholz. Wenn man sich das Ding anschaut, dann weiß man auch, warum der so heißt.

    Unsere Cabin ist 28 Fuß lang, also knapp 8,5 Meter. An den Außenkanten kommt je nochmal ein Fuß dazu, da das Dach einen Überhang haben wird. Das sieht nicht nur schnuckelig aus, sondern ist auch so vorgeschrieben. Also benötigen wir einen 30 Fuß langen Dachbalken. Damit so ein Dachbalken die komplette Länge sicher überspannen kann, muss er eine gewisse Dicke aufweisen. Die uns zur Verfügung stehenden LVL sind 2×10 Zoll. Um die notwendige Dicke zu erreichen, müssen wir zwei solche LVL zu einem zusammennageln. Also brauchen wir schonmal zwei. Da ein solcher LVL maximal in einer Länge von 16 Fuß zu erwerben ist, brauchen wir in Summe vier dieser Monster. Zwei LVL werden auf eine Länge von 16 Fuß gekürzt – wir wissen ja bereits, hier ist nichts so groß oder so lang, wie es der Name verspricht -, einer wird auf 14 Fuß gestutzt und der letzte wird zu zwei 7 Fuß langen Stücken zerteilt.

    Wir starten also mit vier 16 Fuß langen Balken (A, B, C und D). A stutzen wir auf 14 Fuß, Balken B und C schneiden wir auf 16 Fuß zurecht und Balken D zerteilen wir so, dass zwei exakt 7 Fuß lange Stücke entstehen. Daraus ergeben sich also folgende Einzelteile: A14, B16, C16 sowie zweimal D7 – die Zahl kennzeichnet je die Länge des Bauteils. Der Dachbalken muss am Ende 30 Fuß lang sein. Damit er stabil ist und die ganze Länge überspannen kann, brauchen wir zwei Reihen, die zu einem Balken zusammengenagelt werden. Um die sich überlagernde Länge der Einzelteile so groß wie möglich zu gestalten, setzen wir die Balken wie folgt zusammen: A14 plus C16 ergeben eine Seite und D7 plus B16 plus D7 ergeben die andere Seite des Dachbalkens. So überlagern die Einzelteile maximal.

    Auf dem Bild sieht man, dass zwei Einzelteile separat liegen, eines in der Mitte und eines relativ weit hinten links. Dabei handelt es sich um die D8-Stücke. Der Grund: das Zeug ist echt verdammt schwer. Anstatt den Balken also komplett auf dem Boden zusammenzubauen und dann in die Spalte am oberen Ende der Giebelwand zu hieven, verbinden wir erstmal nur drei Teile miteinander. So ist der Dachbalken noch nicht ganz so schwer und lässt sich halbwegs einfach in Position bringen. Was in dem Video innerhalb von weniger als einer Minute abgespult wird, hat in Summe übrigens knapp eine halbe Stunde gedauert. Irgendwie ist die Bildqualität ziemlich schlecht, aber man kann trotzdem erahnen, was wir gemacht haben.

    Für die schlechte Bildqualität entschuldige ich mich aufrichtig. Aber man bekommt ja dennoch eine Vorstellung, was abging.
    Der Dachbalken ist eingebaut.
    Cabin mit Giebelwänden und eingebautem Dachbalken aus Furnierschichtholz.

    Als Nächstes kommen die Dachsparren dran. Auf Englisch heißen die Dinger übrigens Rafters. Da wir vom Fach in Deutschland ja bekanntlich keine Ahnung haben, werden wir bei den englischen Bezeichnung bleiben und demnach Rafters einbauen. Das wird spannend!

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  • Lofts

    Lofts

    Header Beam – Ein dicker Balken, der alles zusammenhält

    Zum Bau der Außenwände hatten wir aus einzelnen 2×6-Balken einen Holzrahmen zusammengesetzt und den aufgestellt. In Summe haben wir so neun Wände in die Landschaft von British Columbia platziert. Auf dieses Grundgerüst der Cabin kommt nun eine zweite Ebene. Allerdings bauen wir keine vollwertige zweite Etage, sondern begnügen uns – bescheiden wie wir sind – mit Lofts.

    Auf dem Bild sieht man wunderbar, dass die einzelnen Wände zum damaligen Zeitpunkt oben nur einen Balken haben. Das ist auch korrekt so. Immerhin ist das ja der Rahmen der Wand, und der besteht aus Boden-, Wand- und Topbalken. Damit man auf dieses Gerüst aus Wänden ein Dach stellen kann, müssen die Wände miteinander verbunden werden. Derzeit halten sie nur dank Nägeln und gutem Willen.

    Die notwendige Verbindung der Einzelwände erfolgt über einen sogenannten Header Beam – wörtlich: Kopf-Balken. Durch diesen Header Beam wird die Last vom Dach gleichmäßig auf die Unterkonstruktion verteilt. Lastverteilung spielt eine zentrale Rolle bei der ganzen Bauerei. Was führt ein Glück, dass wir uns da auf die Pläne verlassen können. In denen ist das alles schon korrekt und sauber kalkuliert.
    So ein Header Beam besteht aus zwei Ebenen:

    Eine Ebene aus flach aufliegenden 12 und 16 Fuß langen 2×6-Balken
    Eine Ebene aus hochkant aufgestellten 12 und 16 Fuß lange 2×12-Holzbalken

    In unserem Design werden die Topbalken der Wand zunächst mit liegenden 2×6-Balken verbunden. Auf diese werden 12 und 16 Fuß langen 2×12-Holzbalken in Doppelreihe aufrecht gestellt. Aufrecht bedeutet hierbei, dass die Balken nicht auf der breiten Seite (12 Zoll) aufliegen, sondern auf den 2 Zoll. Im Bild unten kann man sehen, wie die Balken gerade in Position gebracht werden.




    Loft

    Der aufmerksame Bildbetrachter und gewiefte Mathematiker erkennt, dass die beiden hochkant stehenden 2×12-Balken nicht so breit sind wie die darunterliegenden Balken. Rechnet man mal nach, stehen da 3 Zoll auf 5,5 Zoll. Das ergibt satte 2,5 Zoll Platz, um den Boden für eine zweite Etage oder eben ein Loft einzusetzen. Und genau das wird an dieser Stelle auch getan. Auf beiden Seiten des Haupthauses setzen wir je ein Loft ein. Über dem Eingangsbereich wird das Loft knapp 5 Fuß (1,5 Meter) und über dem Wohnbereich sogar stattliche 12 Fuß (3,6 Meter).

    Die Lofts werden gestützt von 2×8-Holzbalken, die aufrecht, also hochkant in Reihen aufgestellt werden. Verbunden werden die mit dem Header Beam und dem Topbalken der Wände. Die Loftbalken werden übrigens im gleichen Abstand zueinander gestellt, wie die Studs in den Wänden: 24 Zoll. Damit stellen wir sicher, dass die Last von oben auf den darunterliegenden Wandbalken geleitet wird und dann direkt weiter in den Supportbalken der Cabin.

    Zusätzlich zu den Reihen an Bodenbalken, die am Ende den Fußboden der Lofts tragen werden, müssen wir auf der Seite vom Wohnbereich einen kleinen Kasten in den Loftboden bauen. Dort wird eine Treppe ins Loft führen. Auf den Bildern unten sieht man diesen Kasten als Rechteck kurz vor dem Fenster.




    Provisorischer Loftboden

    Das Gerippe aus Holzbalken wird schon bald – klopf auf Holz – mit ordentlichen Holzbrettern bedeckt, die den finalen Loftboden bilden werden. Doch bis dahin müssen wir ja noch einige Arbeiten erledigen. Da müssen noch Giebelwände zusammengesetzt und gestellt werden, Gauben gebaut und schließlich auch ein Dach montiert werden. Das klingt alles nicht so, als würde das ohne Dreck und ohne Kratzer vonstatten gehen. Daher entscheiden wir uns dafür, zunächst einmal einen provisorischen Boden einzubauen. Dazu legen wir große 4×8 Fuß große Bodenplatten auf die Balken und verschrauben sie. Das gibt uns ein Gefühl für den Raum unten, aber was noch viel wichtiger ist: Es gibt es uns eine Basis für die bevorstehenden Abenteuer.

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  • Was wir bisher gelernt haben

    Was wir bisher gelernt haben

    Von unserer Cabin an der Upper Sunshine Coast steht mittlerweile die untere Hälfte. Da wird es Zeit, einfach mal wahllos einige erste Erkenntnisse unter die Leute zu bringen. »Lessons learned« nennt man das treffend im Englischen. Also dann.

    Wenn man sich vornimmt, eine Cabin von Grund auf selber zu bauen, dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man Werkzeug braucht. Viel Werkzeug! Und vor allem braucht man gutes Werkzeug. Wir folgen seit Jahren einer ziemlich einfachen Logik und haben diese auch beim Erwerb von Werkzeug für die Cabin befolgt: Kauf das günstige Einsteigermodell. Wenn du es so oft benutzt hast, dass es kaputt geht, dann kauf dir ein neues Gerät, diesmal aber was ordentliches, denn es ist ein Werkzeug, das du oft benutzt. So geschehen beispielsweise bei unserer Kreissäge, die mit einem Mal den Geist aufgab. Fast all unsere Werkzeuge stammen übrigens von Ryobi. Bei den Nagelpistolen und dem Kompressor haben wir schon auf Ridgid gesetzt, die in dieser Sparte wohl recht gut dabei sind.

    Sehr empfehlenswert in Sachen Werkzeugkauf sind unsere lokalen Baumarktfilialen von Home Depot. Dort gibt es eine SALE-Ecke, in der wir sehr oft viel Geld lassen
    Eines der wenigen Geräte, an das auch ich mich traue: die Gehrungssäge
    Der Tischkreissäge begegne ich Rico zufolge mit zu wenig Respekt.
    Kompressor und Nagelpistole haben bisher sehr sehr gute Dienste geleistet.

    Beinahe alle Werkzeuge von Ryobi sind akkubetrieben und dadurch sehr flexibel einsetzbar. Grundsätzlich gibt es daran auch nichts auszusetzen. Lediglich bei der Kreissäge sollte man von vornherein auf ein Modell mit Stecker setzen, da die Kreissäge innerhalb weniger Schnitte durch so einen vollgeladenen Akku durch ist und man nicht mehr mit dem Laden hinterherkommt.

    »Happy Accidents« – das sind kleine Fehler, die einen in dem Moment zwar ärgern, die sich im Nachhinein aber als ein echtes Glück darstellen, weil dadurch alles besser wurde. Unvorhergesehene Stolpersteine hatten wir einige, aber bisher waren es alles solch »Happy Accidents«.

    Der Bauplatz – Natürlich waren wir im ersten Moment enttäuscht, dass wir nicht an der geplanten Stelle bauen können. Aber ganz ehrlich: Jetzt, wo die Cabin an ihrem neuen Standort Gestalt annimmt, kann ich sie mir nur schwer an einer anderen Stelle vorstellen.
    Betonpfosten an falscher Stelle – Einer der Betonpfosten steht um wenige Zentimeter zu weit rechts. Damit steht er nicht in einer Linie mit den Pfosten von Haupthaus und Terrasse. Das ist natürlich ärgerlich, aber auch ein wenig ein Glück. Durch den leichten Versatz des Pfosten muss auch das Badezimmer leicht nach innen versetzt werden, wodurch die Fassade aufgelockert wird.

    Eine Lektion, die wir lernen durften/mussten, ist eigentlich eine, die man nicht wirklich lernen muss, da sie zur Allgemeinbildung gehört. Im Frühling kann es noch ziemlich arschkalt werden. Entsprechend unangenehm kann es daher sein, wenn man sich in einer nicht isolierten Holzhütte, bei der man von Innen durch die offenen Dachspalten nach Außen sehen kann, sein Nachtlager einrichtet. Selbst dann, wenn das Zelt tipptopp und auch die Schlafsäcke erste Klasse sind. Besonders der Moment, in dem man sich aus dem warmen Bett – wir nächtigen auf einem von unten isolierten aufblasbaren Luftbett die fast eiskalten Holzpritschen rollen lässt und zitternd nach Propanheizer und dem Wasserkocher greift.

    In den ersten Nächten im Mai 2022 schlagen wir unser Nachtlager im alten Workshop auf.
    Der Heizer ist direkt an eine große Propanflasche angeschlossen und bietet angenehme Wärme im direkten Umkreis von circa 1 Meter.

    Entsprechend sinnvoll ist es daher, sich nicht nur einen solchen Heizer zuzulegen, sondern auch eine portable Dusche mitsamt Sichtschutz, damit man sich Aufwärmen kann. Die Dusche wird wie auch der Heizer einfach an eine Propanflasche angeschlossen. Es handelt sich um nichts anderes als einen Durchlauferhitzer, der beachtliche Temperaturen in die Brause bringt. So fällt das Aufstehen immer leichter.

    Morgendliche Routine: Aufwärmen am Heizer mit heißem Kaffee und danach ab unter die Dusche.

    Wenn es um die Bestellung von Baumaterial geht, muss man sich vorab überlegen, was man denn braucht. Man rechnet und aufsummiert und versucht schlau zu kombinieren, um am Ende theoretisch so wenig Abfall wie irgend möglich zu produzieren. Da denkt man sich schonmal, dass man ja das, was man bei dem einen Balken abschneidet, dann an dieser oder jener anderen Stelle wiederverwenden kann. Blöd nur, dass man solche grandiosen Einfälle und Berechnungen dann nicht aufschreibt und die somit drei oder vier Wochen später einfach weg sind. Und man steht da mit zu wenig Holz, weil man praktisch dann doch anders gewerkelt und geschnippelt hat, als man sich das theoretisch dachte.

    Fazit: Immer mehr Holz bestellen, als man denkt.

    Das Nordamerikaner in mancher Hinsicht anders ticken als Europäer ist bekannt und auch in Ordnung. Es gibt Dinge mit denen man sich zu arrangieren lernt: Dass man auf öffentlichen Toiletten mit einlagigem Toilettenpapier kotfrontiert wird; dass man eine Tür zuschließen muss, um sie aufzuschließen; dass man sich beim Aussteigen aus dem Bus beim Busfahrer bedankt; dass man hinter der furchtbarsten Fassaden das beste Essen bekommen kann.

    Doch dann sind da die Dinge, die einen förmlich in den Wahnsinn treiben. Vor allem, wenn man sich eigentlich darauf verlassen können sollte möchte. Erst recht, wenn man gerade eine Cabin baut. Hat jemand schon eine grobe Idee, wovon die Rede ist? Nein?. Auch gut.

    Wieso beugt sich Kanada, ein Land mit metrischem System, in Sachen Bau den Amerikanern und verwendet Zoll und Fuß?
    Wenn man schon Zoll und Fuß verwendet und seine Baumaterialien auch noch idiotensicher entsprechend der Maße benennt – also 2×6-Balken für einen Balken, der 2 Zoll dick und 6 Zoll breit sein sollte – , wieso haben diese Baumaterialien dann nicht die Masse, die sie im Namen tragen? Sondern sind um satte 0,5 Zoll je Dimension kleiner?
    Und warum ist es dann auch noch so, dass beinahe jeder Balken, den man bekommt, ein minimal anderes Maß hat?

    Kurz gesagt: Mit westeuropäischer Penibilität kommt man hier nicht weit. Wenn von den zehn 8-Fuß-Balken, die man zum Bauen einer Wand braucht, vier 1/4 Zoll, drei 1/8 Zoll, zwei 3/8 und einer 1/2 Zoll zu lang sind, wie soll man denn da arbeiten. Zum Glück müssen wir eh alle einmal auf die korrekte Länge schneiden. Doch die Ungenauigkeit hört bei der Länge nicht auf. Manche Balken sind breiter, einige krumm und wieder andere in sich gedreht.

    Zu Beginn rief jeder betroffene Balken ein empörtes »Das kann ja wohl nicht sein.« hervor. Mittlerweile mangelt es in solchen Situationen bereits an einem Schulterzucken. Wir kommen mit dem zurecht, was wir haben. Und Holz ist ein dankbares Baumaterial, dass sich zum Glück auch in viele Richtungen drehen und biegen lässt. Am Ende sind die Stützbalken gerade und auch die Wände halten dem Augenschein und der Wasserwaage stand.

    Ein Haufen Balken. Zugegeben, die sind nicht alle an einer Linie ausgerichtet.
    Am Anfang war der Blick noch scharf und vergab nur wenige Millimeter an Ungenauigkeit.

    So eine Cabin kann man mit viel Zeit, Geschick, Kraft und Geduld sicher auch allein bauen, also als eine Person. Wir haben jedoch festgestellt, dass es absolut sinnvoll ist, wenn man zumindest zu zweit auf der Baustelle ist. Auch wenn man nicht zu zweit die Nagelpistole bedient oder die Wasserwaage an die Wand hält.

    Der Grossteil der Arbeit wird zwar im Wesentlichen von Rico erledigt, ich sorge aber dafür, dass die Werkzeuge da sind, wo sie sein sollen, das Baumaterial da ist, wo es hingehört und keiner am Verhungern oder Verdursten ist, weil man im Bauflow einfach auch mal sehr schnell die Zeit vergisst. Jeder hat seine Aufgaben und das macht so ein eingespieltes Team aus.

    Die bauliche Struktur kann man bei Regen mit einer Plane schützen. Solche Planen gibt es in allen erdenklichen Größen. So beispielsweise in einer Länge von 32 Fuß, die unser 28 Fuß langes Gehölze aber nicht zu verdecken mag. Nun ja.
    Auf dem Bild unten sieht man zwei unabhängig voneinander in Aktion. Eine der Planen deckt das Schlafzimmer und den einen Teil des Haupthauses ab. Den vorderen Teil und das Badezimmer schützt Plane Nummer Zwei. Auf dem Bild unten kann man übrigens auch das Resultat von der Einrückung des Badezimmers ganz gut erkennen.

    Beim Erwerb einer Immobilie gilt ja bekanntlich »Lage, Lage, Lage!«. Beim Bau einer Cabin und vermutlich jeder anderen Struktur gilt: »Wetter, Wetter Wetter!« Bei schlechtem Wetter ist schlecht arbeiten, bei extremem Wetter aber leider auch. So kommt es manchmal zu unerwarteten, aber notwendigen Pausen, weil es regnet oder weil man in der Hitze einfach nicht mehr kann. Umso wichtiger ist es daher, die korrekten Mittel an der Hand zu haben.

    Das Badezimmer (links) ist leicht eingesetzt, wodurch die ansonsten durchgehende, glatte Fassade unterbrochen und aufgelockert wird.

    Bei Regen ist außerdem ein transportabler Pavillon, unter dem man Schutz finden kann. Der ist aber auch bei Sonne gut, weil er Schatten spendet. Und dank Fliegengitter ist er an sich und überhaupt super, da er das Viehzeug fern hält.

    Cabin Playlist

    Musik ist Gefühl. Musik birgt Erinnerungen. Während des Baus unserer Cabin and der Upper Sunshine Coast lief diese Playlist hoch und runter.
    So finden wir jederzeit zurück zu den Momenten voller Herausforderung, Freude und Zufriedenheit.

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    Cabin-Blog-Zeitleiste

    Alle Beiträge zur RITICOLO Cabin haben wir in dieser fetzigen Zeitleiste zusammengefasst. Viel Spass beim Lesen und gern auch Kommentieren.

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